Wie läuft das ab? Die Konfliktparteien kommen zusammen, um, unter Anleitung/Moderation von ein oder zwei Mediator*innen als unparteiischen Dritten, gemeinsam eine Lösung für ihren Konflikt zu finden. Im Gegensatz zum Gericht oder Schiedsgericht entscheidet nicht der*die Richter*in, sondern die Konfliktparteien selbst sollen darin unterstützt werden, sich zu einigen.
Ziel ist eine Win-Win-Lösung, oder zumindest ein Kompromiss, mit dem beide zurechtkommen.
Ein klassisches illustrierendes Beispiel aus der Literatur: Zwei Kinder laufen zur Mama und wollen beide die einzige Orange haben, die zu Hause ist. Eine „gerichtliche“ Lösung durch die Mutter könnte sein: Jedes Kind bekommt eine halbe Orange. Stattdessen reden die beiden Kinder (vielleicht unter Anleitung der Mama) darüber, und es stellt sich heraus: Ein Kind will Orangensaft machen, das andere will die Schale in einen Kuchen reiben. Die Lösung, bei der niemand was verliert: Zuerst reibt das eine Kind die Schale ab, dann presst das andere den Rest aus.
